Kfz-Mechatroniker/-in

 

Die Ausbildungsverordnung für Kfz-Mechatroniker/-in ist seit 01.08.2013 gültig und wurde am 20.06.2013 im Bundesgesetzblatt Teil 1, Nr. 29 veröffentlicht.

Kraftfahrzeugmechatroniker/-in ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Die Betriebe können in fünf Ausbildungsschwerpunkten ausbilden. So können sie flexibler auf die betrieblichen Gegebenheiten und personellen Ressourcen reagieren. Die fünf Ausbildungsschwerpunkte sind:

  • Personenkraftwagentechnik
  • Nutzfahrzeugtechnik
  • Motorradtechnik
  • System- und Hochvolttechnik
  • Karosserietechnik.

Ein Wechsel des gewählten Ausbildungsschwerpunktes im Verlauf der Ausbildung ist möglich.

Die Ausbildungsdauer beträgt 3,5 Jahre und gliedert sich in zwei Ausbildungsphasen. Die Inhalte teilen sich so auf, dass es eine Ausbildungsphase vor Teil 1 der Abschlussprüfung (1. bis 18. Monat) und eine Phase nach Teil 1 (19. bis 42. Monat) gibt. Die beiden ersten Ausbildungsjahre dienen der gemeinsamen Vermittlung von Grundlagen für Service- und Wartungsarbeiten in Kfz-Werkstätten. Danach geht es um aufbauende Inhalte in den einzelnen Schwerpunkten.

Anforderungen an die beruflichen Fähigkeiten

Die Kraftfahrzeugmechatroniker/-in führen selbständig und im Team Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Umweltschutzes, der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes und der Qualitätssicherung durch. Dabei handeln sie stets kundenorientiert, beschaffen sich Informationen, werten sie aus, planen ihre Arbeit und dokumentieren sie. Sie diagnostizieren und analysieren elektrische, elektronische, mechanische, hydraulische und pneumatische Fahrzeugsysteme, stellen Fehler fest und beheben Störungen. Dabei setzen sie moderne Informations- und Kommunikationssysteme ein. Sie beraten ihre Kunden unter Beachtung ökologischer und ökonomischer Dienstleistungsaspekte.

Die Themen der Hochvolttechnik sind entsprechend der wachsenden Bedeutung und Breite (spannungsfrei schalten) in allen Ausbildungsschwerpunkten und in der Tiefe (Arbeiten an Komponenten) im neuen Schwerpunkt „System- und Hochvolttechnik“ platziert.